firmenprofil / geschichte

Meilensteine 2010 bis heute Modernisierung

Tätigkeiten im Katasterbereich und im Ingenieurbereich charakterisieren diesen Abschnitt, in dem hauptsächlich regionale Projekte bearbeitet werden. International gesehen kann nur ein Projekt im asiatischen Raum (Vietnam) eine Ausnahme bilden.

Reflektorlose und motorisierte Vermessungsinstrumente bieten gewisse Rationalisierungen
der Einsatz von Vermessungsdrohnen wird ebenfalls getestet
Softwareeigenentwicklungen kommen verstärkt zum Einsatz
SIG1+SIG2 Schulungen für ÖBB Aufträge
Naturaufnahme

Nach mehrjähriger berufsbedingter Mitarbeit bei dem größten Ziviltechnikerbüro Westösterreichs, der AVT ZT GmbH in Tirol verstärkt Stephan Kollenprat seit Ende 2011 wieder unser Büro und bringt neue Ideen und Erfahrungen ein. Im Frühjahr 2013 legt DI Stephan Kollenprat die Ziviltechnikerprüfung in Graz ab.

Meilensteine 2000 bis 2010 Bauvermessung, Fischereirechte, TAG

Bauvermessung, Bauabrechnung

Ingenieurgeodätische (technische) Vermessungsarbeiten gehören zum "täglichen Brot" eines Vermessungsbüros und die vermessungstechnische Betreuung von Bauvorhaben durch den Zivilgeometer hat sich gut bewährt. Dies beginnt bei kleineren, privaten Bauvorhaben, wie dem Bau eines Eigenheims und erstreckt sich hin bis zu Großbauvorhaben von Infrastrukturbauwerken (Autobahn, Eisenbahn, Leitungen, Straßen, Brücken, Tunnel,..), die sich über Jahre erstrecken können.

Bei längerfristigen, komplexeren Bauvorhaben hat es sich ebenso bewährt, die Bauabrechnung durch den neutralen Zivilgeometer durchführen zu lassen. Dieser erfasst (messend) regelmäßig die Bauleistungen koordinativ im Landessystem, dokumentiert diese in Planform und ordnet die Leistungen gemäß ihrer LV-Position in Stück, Länge, Fläche und Kubatur und erstellt derart die Monatsabrechnungen. Durch die laufend aktualisierte Plandokumentation (durch Bauvermessung) ergibt sich kontinuierlich auch der Endbestandsplan samt allen Einbauten.

Bauvermessung Endvermessung

Verbücherung von Fischereirechten

Ein Fischereirecht ist in der Regel eine räumlich begrenzte Dienstbarkeit, die bei der Bezirkshauptmannschaft im sogenannten Fischereikataster-Vormerkblatt dokumentiert ist. Die Meldung über Änderungen (zB. Besitzwechsel) obliegt allein dem Berechtigten. Die Praxis hat gezeigt, dass die Dokumentation der Realität nachhinkt und somit die Aktualität in vielen Fällen nicht bzw. nicht vollständig gegeben ist.

Hinsichtlich der Rechtssicherheit ist die Eintragung im Grundbuch ein großer Vorteil, wo dieses Recht als "Aktiv-Recht" im A2-Blatt des Berechtigten und als "Passiv-Recht" im C-Blatt des Belasteten eingetragen wird und somit bei Grundbuchsabfragen "öffentlich" wird.

Als Basis der Grundbuchseintragung dient eine Vermessungsurkunde, in der die vorausgegangene Grenzverhandlung der Fischereigrenzen zu den benachbarten Revieren entsprechend durch Grenzverhandlungs-Protokoll, Koordinatenverzeichnis, Grundstücksbenennung und Plandokumentation zusammengefasst wird.

Transaustria Gasleitung (TAG) Loop-II

Ein Bauvorhaben der Größenordnung der TAG Loop-II gliedert sich meist in 3 Phasen: 1. Planungsphase, 2. Bauphase, 3.End-Dokumentation

In der Planungsphase ist eine durchgehende Festpunkt-Kette entlang der Leitungstrasse zu legen, photogrammetrische Passpunkte einzumessen und derart eine Planungsgrundlage zu erstellen, in der der Naturbestand, die Katastralmappe und alle verfügbaren Fremdleitungen, Einbauten und dergleichen zusammengefasst sind.

Vor und in der Bauphase sind die Winkelpunkte örtlich abzustecken, die Zwischengeraden durch Läufer zu verdichten, diese Punkte (sowie Grenzpunkte) zu sichern und die Arbeitsstreifen auszupflocken. Rohrstränge sind an den Schweißnähten in Lage und Höhe einzumessen und die vorgeschriebene Überdeckung des Rohres festzustellen. Weiters sind sämtliche Einbauten, Sicherungen, querende Leitungen und parallele Verlegungen aufzunehmen, sowie das Rohrbuch zu kontrollieren.

Pipeline Kontrollvermessung

Die vorhandenen Daten fließen in die End-Dokumentation in Plan- und in Listen-Form ein. Die Behörde schreibt dazu Übersichts-, Trassen-, Wegerechts- und Detailpläne vor, die als Lageplan und als Längsprofil ausgearbeitet werden.

Meilensteine 90er Jahre Pipelinevermessungen, KIS, GPS, Ingenieurkammer

Pipelinevermessungen in Deutschland (Erdgas, Erdöl)

In den 90er Jahren entstand eine mehrjährige und ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem WINGAS Konzern in Deutschland. Die Mitarbeit bei verschiedenen Gasleitungen (Pipelinevermessungen) brachte es mit sich, dass von der Projektierungsgrundlage, über Wegerechtserwerb, Planungsarbeiten, Baubetreuung, Bestandsaufnahme und End-Dokumentation die unterschiedlichsten Etappen zu bedienen waren.

Bei den meist mehrere hundert Kilometer langen Leitungen konnten je Leitung 1 oder 2 Baulose betreut werden und wir konnten sohin im Norden bei MIDAL und RHG, im Osten beim Oder-Düker und an der STEGAL, im Westen bei der WEDAL und der ERM und im Süden an der SÜDAL unsere Erfahrungen einbringen.

Pipeline Einmessung

Einsatz der GPS-Technologie

Bereits früh wurden erste Schritte gesetzt, um die GPS-Technologie praktisch einzusetzen und um damit eigene Erfahrungen zu sammeln. Zu Beginn wurden in der Regel 3 und mehr Receiver eingesetzt und die Auswertung im post-processing-Mode vorgenommen. Mittlerweile werden, wenn möglich, Einrichtungen, wie APOS, standardmäßig genutzt.

Gps Netzmessung

Zusammenarbeit mit inländischen Büros (KIS)

Verschiedene Auftraggeber-Konzentrationen an einem Standort und ein sich stetig steigernder Zeitdruck brachten es mit sich, dass sich auch größere Vermessungsbüros um Unterstützungen umsahen.

So kam es, dass Anfang der 90er, ausgehend von DI. Angst, die Gruppe KIS gegründet wurde, die in weiterer Folge einige Projekte (LWL-Leitungen, DKM-Digitalisierung, etc.) in Zusammenarbeit ausführte.

Kammerfunktionen

Den Aufforderungen zu Übernahme von Kammerfunktionen hat DI Dietrich Kollenprat im Jahr 1994 nachgegeben und versucht seitdem verschiedenen Aufgaben nachzukommen. Diese betreffen die Funktionen im Sektions- und Kammervorstand in der Kammer für Steiermark und Kärnten sowie in der Bundesfachgruppe Vermessungswesen. Letztere sind relativ umfangreich und betreffen unter anderem:

Mitarbeit bei Gesetzes- und Verordnungs-Novellen, Begutachtungen, Verhandlungen und Stellungnahmen (VermG, VermV, LTG, ÖNORMen,..)
Veranlassung, Leitung oder Kontrolle bei/von: Leistungsbild Vermessung und Geoinformation, Erarbeitung der zugehörigen Bewertung, Verhandlung mit dem "Independent Body", Ziviltechniker-Urkundenarchiv, Handbuch dazu, div. Sitzungen der BFG-Vw
Kontaktgespräche mit dem BEV, fallweise auch mit BMJ, BMWA
Vertretung der IKV im In- und Ausland (EU - Geometer Europas)
Zugehörige Öffentlichkeitsarbeit

Meilensteine 80er Jahre Tunnelvermessung, Autobahnvermessung, Brückenvermessung

Autobahnvermessung

In die Zeit der 70er und 80er-Jahre fällt auch die Projektierung der Süd-, Tauern- und Karawanken-Autobahn (Autobahnvermessung), verbunden mit den verschiedenen technischen Vermessungen der Grundlagennetze in Lage und Höhe, Bestandsaufnahmen, Querprofilmessungen und dergleichen.

Für die Grundeinlösen waren dazu auch Katastrale Altbestandspläne (Mappenberichtigungen), Grundeinlösepläne und Katastrale Endvermessungen vorzunehmen. Durch die ursprüngliche Anstellung von DI Dietrich Kollenprat in der Kanzlei DI Dr. Hans Beyer (1972 - 1978) und die dann folgende Gesellschaft nach bürgerlichem Recht (1978 - 1988) konnte an sehr vielen Bauabschnitten mitgearbeitet werden.

Brückenvermessung

Für den Brückenbau wurden Grundlagennetze zur Verfügung gestellt, Brückenhauptpunkte abgesteckt, Bauzustände kontrolliert und abgenommen und Setzungsmessungen nach dem Bau ausgeführt. Bei Brückenobjekten in Hanglagen oder bei kritischen geologischen Verhältnissen erfolgten längerfristige Beobachtungen, um auch hier die geforderten Genauigkeiten bei der Brückenvermessung einzuhalten.

Die Vermessungseinsätze erfolgten an mehr als 150 Objekten.

Tunnelvermessung

In der untertägigen Vermessung (Tunnelvermessung) waren laufende Setzungsmessungen an First- und Ulmenpunkten auf der Tagesordnung, Querprofilkontrollen des Tunnelprofilausbruchs wurden mit dem Lichtschnitt- oder dem Schattengrenzverfahren, mit dem Tunneltachymeter Prota oder mit einem Laserspurgerät vermessen. Für die photogrammetrischen Kontrollmessungen an den Tunnels der DB, Abschnitt Hannover - Würzburg, wurde ein Komparator der Firma Kern (0,01mm) angeschafft.

Achsvortriebskontrollen wurden ebenso ausgeführt, wie Einsätze für den Einbau der Festen Fahrbahn (in Arge) oder der Entwurf des Grundlagennetzes für die anfängliche Variante des Semmering Basistunnels. Die Statistik ergibt Einsätze für 30 Tunnelbauwerke.

Tunnelvermessung

Meilensteine 70er Jahre Algerien, Bulgarien, Deformationsmessungen, SV Tätigkeit

Deformationsmessungen

Galt es in der Mitte der 70er Jahre ein Netzausgleichsprogramm noch selbst zu erstellen, um wahrscheinlichste Lagen, mittlere Fehler und Plausibilität zu ermitteln, so entwickelt sich derzeit die Deformationsbeobachtung zu einem permanenten Monitoring, das mittels GNSS-, Totalstations- oder/und Nivel-Sensor-Technik zu lösen ist.

Was in der gesamten Entwicklung unverändert blieb, ist, neben der Beantwortung der Genauigkeit und Plausibilität,

die richtige Anlage der Messpunkte, um das geometrische Objekt-Modell durch geeignete singuläre Punkte zu erfassen,
die solide Anlage der Bezugspunkte,
die Beurteilung der fixen bzw. variablen Punkte und
die Beurteilung des Deformationsverhaltens.

Deformationsmessung

Einsätze in Algerien, Bulgarien, Tschechien

In jener Phase (ab 1979), wo sich die bisherig leicht zu realisierende Vollbeschäftigung im Autobahnbau einem zu erwartenden Ende näherte, wurden Bestrebungen intensiviert, um auch im Ausland zu reüssieren.

Auslandsprojekte

Projekte in Algerien (Grundlagen- und Bauvermessung für Straßen, Brücken, Tunnel), Bulgarien (Terrestrische Photogrammetrie an Fassaden zur Altstadterneuerung) und Tschechien (Baukontrollvermessung für Industriebau) wurden in Angriff genommen. Schon damals war insbesondere osteuropäische und asiatische Konkurrenz vorhanden.

gerichtlich beeideter Sachverständiger

Die Tätigkeit als gerichtlich beeideter Sachverständiger (SV Tätigkeit), aber auch als privater Gutachter, hat ihren besonderen Reiz in der Tatsache, als grundsätzlich schon von mehreren Fachkollegen behandelte Probleme noch nicht bzw. nicht zur Gänze gelöst werden konnten. Dies, aber auch die für den Nichtfachmann möglichst verständliche Erläuterung, macht die Herausforderung an der SV-Tätigkeit aus.

DEEN LOGIN